Migrants on board a rubber dinghy await rescue by the Malta-based NGO Migrant Offshore Aid Station (MOAS) in the central Mediterranean north of Sabratha on the Libyan coast

Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer als Mission für MOAS – seit drei Jahren

Als erste private Initiative startete MOAS im August 2014 ihre Mission, Migranten in Seenot zu helfen. Die Organisation hat in den drei Jahren mehr als 40.000 Menschen gerettet und wird ihre Arbeit weiter fortsetzen.

Valletta, 24. August 2017. Drei Jahre sind vergangen, seit die Initiative Migrant Offshore Aid Station (MOAS) am 30. August 2014 erstmals Migranten auf See rettete. Als erste private Such- und Rettungsinitiative im Mittelmeer hatte das Ehepaar Christopher und Regina Catrambone MOAS mit dem Ziel gegründet, zu verhindern, dass Menschen auf der Flucht über den Seeweg ihr Leben lassen. Sie wollten zudem die Aufmerksamkeit der europäischen Zivilgesellschaft auf die humanitäre Krise im Mittelmeer lenken.

„Unsere Hilfe ist jetzt wichtiger als je zuvor

Kein Mensch verdient es, auf See zu sterben – nach diesem Leitmotiv hat die Initiative seither agiert und in drei Jahren über 40.000 Menschen im Zentralen Mittelmeer und in der Ägäis das Leben gerettet. MOAS ist entschlossen, diese Mission weiterzuführen. „Wir können es uns nicht leisten, aufzuhören und unsere Arbeit zu beenden. Unsere Hilfe ist jetzt wichtiger als je zuvor. Während wir darüber diskutieren, wie sich der Zuwanderungsstrom blockieren ließe, riskieren viele Menschen ihr Leben auf See“, erklärt Regina Catrambone, Mitgründerin und Direktorin von MOAS.

„Das Mittelmeer war schon immer ein unübersichtliches und gefährliches Gebiet. MOAS trifft stets die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und stellt professionelle Such- und Rettungskräfte sowie Experten ein“, so Catrambone.

MOAS agiert immer in Absprache mit offiziellen Behörden

Um die Mission fortsetzen zu können, unterschrieb MOAS am 31. Juli 2017 als eine der ersten NGOs den Verhaltenskodex der italienischen Regierung, der die Aktivitäten von Such- und Rettungsorganisationen im Mittelmeerraum regulieren soll. „Wir haben den Kodex aus Solidarität mit der italienischen Regierung und den Bürgern des Landes unterschrieben. Italien ist das einzige Land in Europa, das jeden Tag dazu beiträgt, dass Organisationen wie unsere ihre humanitäre Aufgabe erfüllen können“, erklärte MOAS-Gründer Christopher Catrambone bei der Unterzeichnung des Dokuments. 

Alternative Fluchtwege sind notwendig

In jüngster Zeit hat MOAS erneut mehrere Einsätze durchgeführt. Am 15. August rettete die Crew 111 Menschen aus einem Schlauchboot, zwei Tage später nahm MOAS 235 Migranten an Bord des Rettungsschiffes M.Y. Phoenix. Alle Einsätze führt MOAS nach Anweisungen der zuständigen Seenotleitstellen (MRCC) durch.

Such- und Rettungsoperationen auf dem Meer sind keine langfristige Lösung für die aktuelle Massenmigration. Daher wird MOAS weiterhin an die europäischen Autoritäten appellieren, humanitäre Korridore als eine sichere und legale Alternative für Menschen auf der Flucht zu schaffen.

Hintergrund zu MOAS
MOAS ist eine eingetragene gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Malta, die Migranten in Seenot hilft. Ursprünglich als eine private Initiative im Jahr 2014 gegründet, war MOAS die erste NGO im Mittelmeer, um Flüchtlinge zu retten, die die gefährliche Reise von Libyen nach Italien antreten. Seitdem ist MOAS zu einer internationalen Organisation gewachsen, die über 40.000 Kinder, Frauen und Männer im Zentralen Mittelmeer und der Ägäis gerettet und unterstützt hat.

MOAS ist mit dem 40 Meter langen Rettungsschiff M.Y. Phoenix unterwegs und nutzte im vergangenen Jahr zusätzlich Drohnen für die Suche auf See. MOAS arbeitet unter Anweisung der Leitstelle für Seenotrettung in Rom (MRCC) und kooperiert mit erfahrenen Seeleuten sowie Such- und Rettungskräften. Gerettete Migranten werden entweder an ein anderes Schiff übergeben, etwa an die Küstenwache, oder MOAS bringt sie an Land eines sicheren Staates, meist nach Italien.

Als gemeinnützige Organisation finanziert sich MOAS komplett aus Spenden und ist für die kommenden Einsätze auf weitere Unterstützung angewiesen.

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Video: https://vimeo.com/195919740
Fotos: www.moas.eu/de/images/

Für weitere Informationen oder Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte das MOAS- Pressebüro in Deutschland:

Marleen Kort
MOAS – Migrant Offshore Aid Station
c/o Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

Stresemannstraße 374, 22761 Hamburg
Tel.: +49 (0)40/890 696-12 | Fax +49 (0)40/890 696-20
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Für internationale Anfragen kontaktieren Sie bitte das MOAS-Presseteam in Malta:

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Federica Brunini: fbrunini@moas.eu bzw. +356 798 495 91