Mittelmeer Mission

2014-2017

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Zentrales Mittelmeer

MOAS’ Einsätze im zentralen Mittelmeer begannen 2014. Seitdem haben wir allein in diesem Gebiet 38.421 Menschen gerettet und sind stolz darauf, viele andere Organisationen dazu inspiriert zu haben, Leben auf See zu retten.

Am 25. August 2014 startete MOAS seinen ersten Einsatz im zentralen Mittelmeer. Unser Flaggschiff, die M.Y. Phoenix, verließ Malta Grand Harbour an diesem Tag im Rahmen der ersten private Such- und Rettungsinitiative (SAR) ihrer Art im Mittelmeer. Ausgestattet mit einer professionellen SAR-Besatzung, einer voll ausgestatteten Klinik und zwei Drohnen, wollte MOAS beweisen, dass es möglich ist, Menschenleben auf der todbringenden zentralen Mittelmeerroute zu retten. In den folgenden 60 Tagen rettete MOAS 3.104 Kinder, Frauen und Männer.

Am 2. Mai 2015 brach MOAS erneut auf – ausgestattet mit einer professionellen Such- und Rettungsmannschaft, Drohnen und einem medizinischen Team – um Migranten und Flüchtlinge bei der gefährlichen Grenzüberquerung von Libyen nach Italien zu retten. In den nächsten fünf Monaten rettete die MOAS-Crew 8.581 Menschen.

Im Juni 2016 kehrte MOAS zum dritten Mal in Folge in den zentralen Mittelmeerraum zurück. Während dieser Mission arbeitete MOAS sowohl mit der M.Y. Phoenix als auch mit der Responder und hatte innerhalb von zwei Wochen nach dem Start der Mission über 1.000 Menschen gerettet. Die beispiellose Zahl der Todesopfer – allein zwischen dem 25. und 30. Mai 2016 wurden mehr als 1.000 Menschen im zentralen Mittelmeer vermisst – veranlasste MOAS, am Tag des zweijährigen Bestehens der Organisation einen Aufruf zur Schaffung sicherer und legaler Routen zu veröffentlichen.

Im Laufe des Jahres 2016 wurden die Besatzungen Zeuge, wie immer mehr Menschen in instabile Schlauchboote gepackt wurden, während sich die körperliche Verfassung der Menschen, die wir retteten, zusehens verschlechterte. Trotz dieser zunehmenden operativen Herausforderungen rettete und unterstützte MOAS im Verlauf der zentralen Mittelmeer-Mission 2016 insgesamt 19.450 Kinder, Frauen und Männer, bevor die Operation im Dezember beendet wurde.

Am 1. April 2017 startete MOAS seine vierte Mission im zentralen Mittelmeer, operierte mit der M.Y. Phoenix und wurde zum ersten Mal von einem bemannten Starrflügelflugzeug, unterstützt.

Gleich zu Beginn des Einsatzes sah sich die Besatzung von MOAS einer Welle beispielloser Massenabfahrten mit zunehmend überfüllten Schiffen gegenüber. Allein im April rettete und unterstützte die Crew über 2.000 Menschen. Trotz der erschwerten Bedingungen rettete und unterstützte MOAS während dieser Mission 7.286 Menschen. Dabei war eine zunehmende Komplexität des Kontextes im Mittelmeerraum zu beobachten.

Als der August zu Ende ging, stand MOAS vor einem Dilemma: Durch die sinkende Zahl von Flüchlingen in einem immer anspruchsvolleren Umfeld, verringerte sich der Bedarf an Such- und Rettungseinsätzen im zentralen Mittelmeer. Gleichzeitig kamen an der Grenze zu Bangladesch hunderttausende Rohingya-Flüchtlinge an, die vor neuen Gewaltausbrüchen geflohen waren.

Eine Analyse ergab, dass wir unsere Strategie verlagern mussten, um uns auf die Bereitstellung von Hilfsgütern und die medizinische Versorgung der Rohingya zu konzentrieren. Wir begannen, uns erneut für die Interessen der Menschen in dieser Region einzusetzen.

Die maritimen Einsätze von MOAS wurden stets in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zu Land und zu Wasser und im Einklang mit dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) und dem Internationalen Seerecht durchgeführt. Unsere Operationen im zentralen Mittelmeer wurden in das breitere SAR-Netzwerk integriert, das durch das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Rom koordiniert wurde.

Sie können mehr über unsere Missionen im zentralen Mittelmeer erfahren, indem Sie hier die MOAS-Dokumentation ansehen.

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Eine Rettungsleine fürs Überleben

Wir glauben, dass niemand es verdient auf See zu sterben. Deshalb hilft MOAS entlang der weltweit gefährlichsten Flüchtlingsrouten.