MOAS rettet 235 Migranten im Mittelmeer

Die Such- und Rettungsorganisation MOAS hat in zwei Einsätzen mehr als 230 Kinder, Frauen und Männer an einem Tag gerettet. Dabei agierte die NGO strikt nach Anweisung der zuständigen Seenotrettungsleitstellen.

Valletta, 18. August 2017. Am Donnerstag, 17. August, konnte MOAS (Migrant Offshore Aid Station) mit dem Rettungsschiff M.Y. Phoenix insgesamt 235 Kinder, Frauen und Männer in Sicherheit bringen. Die Migranten waren in zwei seeuntauglichen Schlauchbooten auf dem Mittelmeer getrieben. Nach Anweisung der zuständigen Behörden übergab MOAS die Migranten anschließend an eine andere NGO auf dem Mittelmeer.

Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer

Das erste Schlauchboot mit 131 Menschen sichteten MOAS-Mitarbeiter mittels eines Seeaufklärungsflugzeugs. MOAS informierte umgehend die Seenotrettungsleitstelle (MRCC) in Rom, die sämtliche Einsätze von Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer koordiniert. Für den Rettungsbereich war jedoch das MRCC in Tripolis verantwortlich, das die MOAS-Crew anwies, die Migranten an Bord zu nehmen.

Die Mitarbeiter der M.Y. Phoenix fuhren mit einem schnellen, wendigen Rettungsboot zum Schlauchboot und verteilten Rettungswesten und Wasserflaschen an alle Passagiere. Wie immer wurden zuallererst Kinder und Frauen auf die M.Y. Phoenix gebracht, anschließend die Verletzten. Einige hatten Abgase eingeatmet und litten unter Atemstörungen.

MOAS handelt unter Anweisung der zuständigen Behörden

Noch während des Rettungseinsatzes alarmierte das italienische MRCC die MOAS-Crew, dass sich ein weiteres Schlauchboot etwa 13 Seemeilen entfernt in Seenot befände. MOAS erhielt die Instruktion, auch dorthin zu fahren und den 104 Migranten zu helfen. Unter ihnen waren ein drei Wochen altes Baby sowie ein alleinstehender Vater aus Marokko mit seinen drei Kindern.

Von der römischen Seenotrettungsleitstelle angewiesen, setzte MOAS nach dem zweiten erfolgreichen Rettungseinsatz seinen Weg nach Norden fort. Dort übergaben die Mitarbeiter alle 235 Geretteten an die Initiative Proactiva Open Arms, die mit dem Schiff „Golfo Azzurro“ im Mittelmeer unterwegs ist.

Hintergrund zu MOAS
MOAS ist eine eingetragene gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Malta, die Migranten in Seenot hilft. Ursprünglich als eine private Initiative im Jahr 2014 gegründet, war MOAS die erste NGO im Mittelmeer, um Migranten und Flüchtlinge zu retten, die die gefährliche Reise von Libyen nach Italien antreten. Seitdem ist MOAS zu einer internationalen Organisation gewachsen, die über 39.000 Kinder, Frauen und Männer im Zentralen Mittelmeer und der Ägäis gerettet und unterstützt hat.

MOAS ist mit dem 40 Meter langen Rettungsschiff M.Y. Phoenix unterwegs und nutzte im vergangenen Jahr zusätzlich Drohnen für die Suche auf See. MOAS arbeitet unter Anweisung der Leitstelle für Seenotrettung in Rom (MRCC) und kooperiert mit erfahrenen Teams aus Seeleuten sowie Such- und Rettungskräften, die mit Notfallhelfern zusammenarbeiten. Gerettete Migranten werden anschließend von einem anderen Schiff, etwa von der Küstenwache, übernommen oder MOAS bringt sie nach Italien oder an Land eines anderen sicheren Staates.

Als gemeinnützige Organisation finanziert sich MOAS komplett aus Spenden und ist für die kommenden Einsätze auf weitere Unterstützung angewiesen.

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Video: https://vimeo.com/195919740
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Für weitere Informationen oder Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte das MOAS- Pressebüro in Deutschland:

Marleen Kort
MOAS – Migrant Offshore Aid Station
c/o Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

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Für internationale Anfragen kontaktieren Sie bitte das MOAS-Presseteam in Malta:

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Paula Galea: +356 994 082 09 bzw. pgalea@moas.eu

Spenden sind wie folgt möglich:
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