MOAS produziert Schutzmasken gegen COVID-19 in Bangladesch

Die internationale Nichtregierungsorganisation widmet sich dem Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 in Cox’s Bazar, Bangladesch. Hier befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt.

Valletta, 02. April 2020. Statt Sicherheitstrainings für Flutkatastrophen und Seenotrettung fokussiert sich die Arbeit von MOAS in Bangladesch derzeit darauf, die Ausbreitung des Coronavirus‘ vor Ort zu bremsen. Ein in Partnerschaft mit NONGOR eingerichteter und von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) finanzierter Workshop im Fischerdorf Shamlapur, der ursprünglich zur Herstellung von Wassersicherheitsausrüstung gedacht war, wurde bereits für die Herstellung wiederverwendbarer, waschbarer Baumwollmasken umgestellt.

In der vergangenen Woche hat das MOAS-Team in Bangladesch bereits über 5.000 Gesichtsmasken hergestellt. Die ersten 3.000 Gesichtsmasken verteilt die IOM derzeit an öffentliche Einrichtungen wie Polizei, Zivilschutz und Feuerwehr. Weitere Masken werden für den Bedarfsfall vorproduziert. Gemeinsam mit den lokalen Verwaltungen und dem Sektor „Lebensunterhalt“ koordiniert die IOM die Verteilung der Masken zusammen mit Informationsbroschüren über grundlegende Hygienemaßnahmen und die richtige Verwendung und Pflege der Gesichtsmasken.

Menschen und Wirtschaft vor Ort unterstützen

MOAS weist darauf hin, dass die handgefertigten Schutzmasken kein Ersatz für chirurgische Masken und N95-Atemschutzmasken sind. Doch die Menschen in der Region um Cox’s Bazar leben dicht an dicht und können nicht auf geeignete Masken zurückgreifen. Grundlage für MOAS‘ Engagement sind deshalb Forschungsarbeiten, die den Einsatz handgefertigter Masken unterstützen, um eine weite Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Der Prototyp, den MOAS für dieses Projekt entwickelt hat, wurde vom Cox’s Bazar Civil Surgeon genehmigt. Die IOM und beteiligten Partner verwenden ab sofort die MOAS-Schutzmasken.

Das Projekt sieht aber nicht nur präventive Maßnahmen für die Gesundheit der Gemeinde vor. Es unterstützt auch den Lebensunterhalt der Arbeiter vor Ort, von denen viele aufgrund der Coronakrise ihr Einkommen verloren haben. Ein Team lokaler Schneider arbeitet im Produktionszentrum und von zu Hause aus, wovon die lokale Gemeinschaft profitiert. Alle Materialien stammen zudem von lokalen Unternehmen, die somit ebenfalls unterstützt werden.

Hintergrund zu MOAS

MOAS ist eine eingetragene gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Malta, die Migranten in Not hilft. 2014 als eine private Initiative gegründet, war MOAS die erste NGO im Mittelmeer, die Flüchtende auf der gefährlichen Reise von Libyen nach Italien rettete. Mit ihrem Rettungsschiff M.Y. Phoenix hat MOAS über 40.000 Kindern, Frauen und Männern im Zentralen Mittelmeer und der Ägäis geholfen. MOAS arbeitete im Zentralen Mittelmeer unter Anweisung der Leitstelle für Seenotrettung in Rom (MRCC) und kooperierte mit erfahrenen Seeleuten sowie Such- und Rettungskräften.

Im September 2017 verlagerte MOAS ihre Mission nach Südostasien, wo sie sich in zwei Hilfestationen für Rohingya-Flüchtende einsetzt. Bereits 90.000 Menschen konnte die Initiative dort medizinisch und psychologisch versorgen. Seit Frühling 2019 unterstützt MOAS mit Lieferungen von wichtigen Hilfsgütern den Jemen.

Als gemeinnützige Organisation finanziert sich MOAS vollständig aus Spenden und ist für die kommenden Einsätze auf weitere Unterstützung angewiesen.

Website: www.moas.eu/de
Twitter: https://twitter.com/moas_eu
Facebook: www.facebook.com/migrantoffshoreaidstation

Für weitere Informationen oder Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte das MOAS- Pressebüro in Deutschland:

Julia Valtwies

MOAS – Migrant Offshore Aid Station
c/o Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

Stresemannstraße 374, 22761 Hamburg
Tel.: +49 (0)40/890 696-24 | Fax +49 (0)40/890 696-20
E-Mail: jv@mann-beisst-hund.de, Web: www.moas.eu/de

Für internationale Anfragen kontaktieren Sie bitte das MOAS-Pressebüro in Malta:

Alicia Calvente, pr@moas.eu bzw. +356 2131 0047

Spenden sind wie folgt möglich:

Direkt über das Spendenformular auf www.moas.eu/de/donate oder per Überweisung:

  • Empfänger: MOAS Migrant Offshore Aid Station
  • Bank: Hamburger Sparkasse
  • IBAN: DE48 2005 0550 1002 2118 01 / BIC: HASPDEHHXXX
  • Kontonummer: 1002 2118 01 / BLZ: 200 505 50