Ihre Hilfe
gibt ihnen Hoffnung

Jedes Leben zählt. Wir stellen den am stärksten bedrohten Flüchtlingsgemeinschaften der Welt lebensrettende Hilfe zur Verfügung.

Retten Sie Leben – jetzt! Unterstützen Sie MOAS’ Mission.

Der humanitäre Notfall

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die im Bundesstaat Rakhine in Myanmar, lebt. Ihnen wird die Staatsbürgerschaft verweigert, wodurch sie staatenlos werden und Diskriminierung und Armut ausgesetzt sind. Derzeit leben schätzungsweise 1,2 Millionen Rohingya in Myanmar. Nach den Gewaltausbrüchen gegen die Rohingya in den Jahren 2012 und 2016 leben mehr als 120.000 Rohingya in Lagern für Binnenvertriebene (IPD).

Seit Jahrzehnten suchen die Menschen in den umliegenden Ländern Zuflucht, wobei Bangladesch in einer der langandauerndsten Flüchtlingssituationen der Welt bis zu 500.000 Flüchtlinge aufgenommen hat. Ende Juli 2017 lebten mehr als 33.000 registrierte Rohingya in zwei offiziellen Lagern in Cox’s Bazar, Bangladesh, und mehr als 80.000 weitere Flüchtlinge in nahe gelegenen provisorischen Lagern. Weitere Gewaltausbrüche in Myanmar, die am 25. August 2017 begannen, haben dazu geführt, dass mindestens 600.000 Menschen über die Grenze nach Bangladesch geflohen sind und viele Tausende in die Lager von Cox’s Bazar. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Ankünfte haben zu einer kritischen humanitären Notlage geführt.

Die MOAS Mission

Das regionale Wissen, das wir bei MOAS während unserer Forschungs- und Interessenvertretungsmission 2015–2016 in Südostasien gesammelt haben, hat zusammen mit unserem Verständnis der anhaltenden humanitären Krise in Bangladesch dazu geführt, dass wir unsere Rescourcen erneut in die Region verlagern.

Nach Abschluss einer umfassenden Lagebeurteilung hat das MOAS-Team die erste Hilfsstation in Shamlapur eingerichtet, einem Fischerdorf, in dem Tausende von Rohingya-Flüchtlingen in provisorischen Unterkünften leben und dringend medizinische Hilfe benötigen. Die Hilfsstation dient als semi-permanente Satellitenanlage für die provisorischen Lager um Shamlapur. Sie ist mit einem Team besetzt, das aus einem medizinischen Direktor, einem medizinischen Logistiker, acht Ärzten, sechs Krankenschwestern, einer Hebamme, zwei Apothekerassistenten und zwei Ärzten sowie zwei Daten- und Berichterstattungsassistenten mit Sanitäterausbildung besteht. Das Team bietet sowohl primäre als auch sekundäre medizinische Leistungen mit Schwerpunkt auf vorgeburtlicher, postnataler und pädiatrischer Versorgung an und arbeitet an der Bekämpfung der hohen Unterernährungsrate bei Kindern in Shamlapur. Sie leisten vorbeugende Ernährungshilfe für die vielen gefährdeten Menschen.

Nach der Gründung der ersten Hilfsstation beabsichtigt MOAS, das Modell an einer Reihe anderer Standorte zu replizieren, basierend auf den laufenden Bedarfsanalysen in den Lagern von Cox’s Bazar.

Um die Einrichtung der Hilfsstationen zu unterstützen, wurde die M.Y. Phoenix nach Südostasien umgesiedelt und transportiert hauptsächlich Hilfslieferungen aus Ländern der Region nach Bangladesch, um die Ressourcen in Cox’s Bazar zu entlasten. Die Hilfslieferungen enthalten wichtige Lebensmittelrationen: Reis, Salz, Pflanzenöl, Zucker und Linsen und andere Non-Food-Artikel (NFI). Die M.Y. Phoenix unterstützt den Einsatz vor Ort.

Unsere Mission Südostasien 2017 wird auf der innovativen und dynamischen Hilfsgeschichte von MOAS aufbauen. Das Konzept der Aid Station ist so konzipiert, dass es flexibel und replizierbar ist und die dringend benötigte medizinische Versorgung schnell zur Verfügung stellt. Die Bereitstellung von Unterstützung ist sehr mobil konzipiert: MOAS-Teams werden in hohem Maße auf die Bedürfnisse der Bedürftigen reagieren, insbesondere wenn diese nicht in der Lage sind, selbstständig zu den Gesundheitseinrichtungen zu gelangen.

Wir hoffen, dass unsere Präsenz in der Region das Bewusstsein für die Notlage der Rohingya-Bevölkerung schärfen wird, genauso wie wir in der Lage waren, die Migration im mittleren und östlichen Mittelmeer zu in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

MOAS Aid Station Infographic
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Möchten Sie mithelfen?

MOAS sucht medizinisches Fachpersonal für unser Team in Cox Bazar. Wenn Sie meinen, Sie könnten uns bei unserer humanitären Arbeit unterstützen, schicken Sie uns bitte Ihre Bewerbung nebst Lebenslauf an info@moas.eu.

MOAS benötigt laufend Unterstützung, um die Hilfe in den Lagern und Verteilungszentren um Cox Bazar aufrecht zu erhalten. Werden Sie Teil der MOAS-Familie durch eine Spende oder eigene Fundraising-Massnahmen für unsere Arbeit in Bangladesch. So können Sie mithelfen, sicherzustellen, dass wir dort helfen können, wo unsere Hilfe so verzweifelt benötigt wird.

Eine Rettungsleine fürs Überleben

Wir glauben, dass niemand es verdient auf See zu sterben. Deshalb hilft MOAS entlang der weltweit gefährlichsten Flüchtlingsrouten.