Ihre Hilfe
gibt ihnen Hoffnung

Jedes Leben zählt. Wir stellen den am stärksten bedrohten Flüchtlingsgemeinschaften der Welt lebensrettende Hilfe zur Verfügung.

Retten Sie Leben – jetzt! Unterstützen Sie MOAS’ Mission.

Der humanitäre Notfall

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die im Bundesstaat Rakhine in Myanmar lebt. Ihnen wird die Staatsbürgerschaft verweigert, wodurch sie staatenlos werden und Diskriminierung und Armut ausgesetzt sind. Seit dem 25. August 2017 haben Gewaltausbrüche und Menschenrechtsverletzungen dazu geführt, dass mindestens 688.000 Menschen über die Grenze nach Bangladesch geflohen sind.

Die Flüchtlinge kommen dort nur mit den nötigsten Besitztümern an und sind bezüglich Essen und Unterkunft komplett abhängig von humanitärer Hilfe. Die Bedingungen in den Flüchtlingslagern sind schlimm und der Zugang zu sicherem Trinkwasser und Sanitäranlagen ist extrem limitiert. Frauen und Kinder machen einen Großteil der Flüchtlinge aus: 60 Prozent sind Kinder und nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) leben mehr als 58.700 schwangere Frauen in den provisorischen Lagern. Die Flüchtlingsgemeinschaft ist daher extrem anfällig für ansteckende und durch Trinkwasser übertragene Krankheiten. Gleichzeitig sind viele gerade erst dabei, sich von den körperlichen und psychischen Wunden aufgrund der Gewalt in Myanmar zu erholen.

Die MOAS Mission

MOAS kam am 3. September 2017 nach Bangladesh und führte sofort eine eingehende Bestandsaufnahme der Bedürfnisse angesichts der humanitären Krise durch. Die gerade angekommenen Flüchtlinge benötigten vor allem Nahrungsmittel, so dass die Phoenix am 1. Oktober 2017 die erste von zwei Hilfslieferungen mit einem Gesamtvolumen von 40 Tonnen Nahrungsmitteln ins Land brachte.

MOAS hat zwei Hilfsstationen eingerichtet, wo Rohingya-Flüchtlinge Erste Hilfe und weiterführende medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können. Auch die lokalen Bangladeshi-Gemeinden können die Erste Hilfe in Anspruch nehmen. Die erste Hilfsstation wurde am 14. Oktober 2017 im Fischerdorf Shamlapur eingerichtet, ganz in der Nähe der Stelle, an der die Flüchtlinge über das Meer ankommen. Die zweite wurde am 10. November 2017 in der entlegenen Flüchtlingsansiedlung Unchiprang eröffnet.

Die Hilfsstationen bieten ein umfassendes Leistungsspektrum von Notaufnahme bis Apotheke, mit Schwerpunkt auf lebensrettender vorgeburtlicher, postnataler und pädiatrischer Versorgung. Jede Hilfsstation verfügt über eine Aufwachstation, einen Kreißsaal, einen OP und einen Krankenwagen.

Unser engagiertes Team aus Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen, Apothekern und Logistikern behandelt bis zu 300 Menschen am Tag, die eine Vielzahl von Leiden aufweisen – zum Beispiel Traumata, Atemwegserkrankungen, ernste Magenbeschwerden, krankhafte Mangelernährung oder Übermüdung. Entsprechend der hohen Zahl junger Menschen in den Flüchtlingslagern sind 40 Prozent der Patienten Kinder.

Mehr über unser Team und die Arbeit unserer Hilfsstationen erfahren Sie auf unserem Blog.

MOAS Aid Station Infographic
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Andamanensee-Mission 2018

MOAS verlegt die „Phoenix“ derzeit für eine einmonatige Mission in die Andamanensee. Grund dafür sind Berichte darüber, dass die Rohingya-Flüchtlinge versuchen, in unsicheren Booten und bei gefährlichen Wetterbedingungen über den Seeweg aus Myanmar zu fliehen.

Das MOAS-Team an Bord der Phoenix wird diese beunruhigende Entwicklung von unabhängiger Warte aus beobachten. Die Mission soll dazu beitragen, Erkenntnisse über die Bedingungen auf See zu gewinnen, und sich für verantwortungsvolle und transparente Seenotrettung in der Region einsetzen. Getreu dem Gründungsleitsatz von MOAS, dass niemand auf hoher See seinen Tod finden sollte, wird zudem unser erfahrenes Seenotrettungsteam an Bord sein und in Notfällen helfend eingreifen, um Menschenleben zu retten.

Diese neue Mission wird parallel zu dem Einsatz von MOAS an Land in Cox’s Bazar (Bandgladesh) durchgeführt.

Sie können unsere Mission in der Andamanensee hier unterstützen.

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Möchten Sie mithelfen?

MOAS sucht medizinisches Fachpersonal für unser Team in Cox Bazar. Wenn Sie meinen, Sie könnten uns bei unserer humanitären Arbeit unterstützen, schicken Sie uns bitte Ihre Bewerbung nebst Lebenslauf an info@moas.eu.

MOAS benötigt laufend Unterstützung, um die Hilfe in den Lagern und Verteilungszentren um Cox Bazar aufrecht zu erhalten. Werden Sie Teil der MOAS-Familie durch eine Spende oder eigene Fundraising-Massnahmen für unsere Arbeit in Bangladesch. So können Sie mithelfen, sicherzustellen, dass wir dort helfen können, wo unsere Hilfe so verzweifelt benötigt wird.

Eine Rettungsleine fürs Überleben

Wir glauben, dass niemand es verdient auf See zu sterben. Deshalb hilft MOAS entlang der weltweit gefährlichsten Flüchtlingsrouten.